Frage die Katze! Der Gourmetkater weiß fast alles!

Montag, 1. Februar 2016

Marktticker: Dresden

DaWanda Dresden


Das Jahr 2016 ist schon im 2. Monat angekommen! Da wird es langsam Zeit, daß meine Markt-Saison wieder startet! Denn ich bin bei diesen Temperaturen ,ehrlich gesagt, schon ganz schön hibbelig.

Und ich war ja zu Beginn des Jahres ja so was von fleißig!
Ich habe fast alle meine guten Vorsätze für das Jahr 2016 umgesetzt, was meine neuen Produkte betrifft! Wer auf meinen Online-Shop auf www.gourmieze.de schaut, wird da schon allerhand neue leckere Dinge finden. Besonders bei meinen Kräuter-Salzen gibt es richtig viel Nachwuchs! Das ist zum Beispiel mein neues Cajun-Gewürz oder auch meine Gewürzmischung Jamaika Jerk. Aber noch viel mehr! Und einige neue Gaumen-Schmeichler folgen.
Am besten Sie schauen gleich nach!

Wer mich aber lieber persönlich sprechen möchte, hat am kommenden Wochenende die beste Gelegenheit dazu! zumindest, wenn man aus dem Raum Dresden kommt.

Denn am 06. und 07. Februar ist in der Messe Dresden wieder großer DaWanda Handgemacht und Kreativmarkt! Ein riesiger Markt für alle Freunde von kreativen und handgemachten Dingen.

Mein Marktstand ist mit dabei! Also bringen Sie reichlich Geld (oder die Kreditkarte) mit! Denn ich habe eine riesige Auswahl meiner Delikatessen an meinem Stand dabei! Und das Gute ist, auch die Veganer unter Ihnen können mit ruhigem Gewissen bei mir einkaufen!

Also ich freue mich auf Sie! Und die vielen anderen Stände auch!


Montag, 25. Januar 2016

Gourmetkaters Weisheiten - der Tellerrand

Gourmetkater
Wer immer nur bis zum Teller-Rand schaut,
übersieht schnell das Schälchen mit dem Pudding daneben!


Dienstag, 19. Januar 2016

Meine Gene gehören mir! Kein Patent auf Leben!

Hallo, liebe Leser!

Immer wieder müssen wir leider feststellen, daß sich Monsanto, Bayer und andere Konzern-Giganten Patente auf unsere Lebensmittel sichern. Die Folgen sind gravierend: Sortensterben, Monopole und Verarmung der Bauern trotz steigender Preise.

Zwar hat die Bundesregierung festgelegt, Patente auf Leben zu verhindern - doch sie handelt einfach nicht. Mit einem eindringlichen Appell wollen wir den zuständigen Minister Heiko Maas dazu bringen, dem Versprechen nun endlich Taten folgen zu lassen.

Ich habe gerade unterschrieben. Denn ich will selbst entscheiden, was ich esse oder auch nicht!

Unterzeichnet den Campact-Appell:

https://www.campact.de/Keinpatentaufleben

Was steckt hinter dieser Kampagne?

Gemeinsame Pressemitteilung von
AbL, Campact, IG Saatgut, „Kein Patent auf Leben“, WeMove.EU

Maas muss Welle an unethischen Patenten stoppen
Wachsender Widerstand gegen Patente auf traditionelle Züchtung von Pflanzen und Tieren/ Europaweites Bündnis startet Kampagne „Patente auf Leben stoppen“

München, den 18. Januar 2016. Aufgrund einer umstrittenen Rechtspraxis des Europäischen Patentamts (EPA) droht 2016 eine Welle von Patenten auf Pflanzen und Tiere. Dies befürchten zahlreiche Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt, Entwicklung und Verbraucherschutz. Sie kündigten eine gemeinsame Kampagne gegen Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere an und fordern Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) auf, im Verwaltungsrat des EPA eine klare Entscheidung gegen derartige Patente zu erwirken. Bereits im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, das bestehende Patentierungsverbot auf konventionelle Züchtungsverfahren durchzusetzen und die einschlägigen europäischen Vorschriften zu präzisieren.

Lara Dovifat von der Bürgerbewegung Campact fordert: „Das Europäische Patentamt ist völlig außer Kontrolle. Heiko Maas muss nun im Interesse der Bürger aktiv werden und diese Patente stoppen“. Sie ruft dazu auf, einen europaweiten Online-Appell gegen Patente auf Pflanzen und Tiere zu unterzeichnen und kündigte für die kommenden Monate weitere Aktionen an.

Anlass des Kampagnenstarts ist eine bevorstehende Entscheidung des Europäischen Patentamts über Einsprüche gegen ein Patent auf Melonen (EP1962578). Mit diesem Patent beansprucht der US-Konzern Monsanto konventionell gezüchtete Melonen mit einer natürlichen Resistenz gegen bestimmte Viren als Erfindung. Das EPA erteilte das Patent 2011, obwohl laut europäischen Patentgesetzen Tiere und Pflanzen aus konventioneller Züchtung nicht patentiert werden dürfen.

Das Patent auf Melonen ist nur eines von über 120 Patenten, die das EPA in den vergangenen Jahren auf konventionelle Züchtung erteilte. Über eintausend Patente wurden bisher angemeldet. Eine aktuelle Recherche im Auftrag von „Keine Patente auf Saatgut!“ zeigt, dass allein in 2015 etwa hundert weitere Patentanmeldungen eingereicht wurden. „Von Patentierung betroffen sind Nahrungsmittel, die auf jedem Tisch stehen, wie Weizen, Reis, Soja, Kartoffeln, Tomaten, Kohlpflanzen und Zwiebeln,“ erklärt Ruth Tippe von der Initiative „Kein Patent auf Leben“.

„Unser tägliches Brot droht unter die Kontrolle von internationalen Konzernen wie Monsanto zu geraten“, erläutert Gertraud Gafus, Bäuerin aus dem Berchtesgadener Land und Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. „Absurde Patente werden dazu missbraucht, die Grundlagen unserer Ernährung zu monopolisieren. Dagegen wehren sich auch immer mehr Bäuerinnen und Bauern“.

Und das finde ich gut, daß der mündige Bürger hier sein Maul aufmacht und seine Meinung sagt! Und gerade, wenn es um das Thema Essen geht, verstehe ich keinen Spaß!


Deshalb:

Unterzeichnet den Campact-Appell:

https://www.campact.de/Keinpatentaufleben


Samstag, 16. Januar 2016

Ach, die guten Vorsätze!

Na, wie sieht es bei Ihnen aus - mit den guten Vorsätzen für 2016?

Immerhin ist der Januar schon halb vorbei. Und das ist genau der richtige Zeitpunkt, da mal nachzuhaken.

Denn schließlich haben wir heute weltweit den Nichts-machen-Tag!

Ein Tag, der wie gemacht dafür ist, seine unsinnigen Vorsätze für das noch junge Jahr über Bord zu werfen! Denn heute wird nichts gemacht. Basta.

Und wer hat schon ernsthaft daran geglaubt, daß die guten Vorsätze für das Jahr 2016 - die man womöglich noch in berauschter Sektlaune versprochen hat - länger halten werden als der Kater im Kopf am Neujahrstag.

Eben.

Und da Alkohol in Deutschland immer noch die Schuld mildert, darf der/die Angeklagte auch mit Vergebung rechnen. Oder wenigstens mit Bewährung.

Ich habe mir nichts vorgenommen. Von wegen mehr Sport oder so. Also kann ich da auch nichts an Vorsätzen in die Tonne werfen. Und gerade deshalb habe ich auch kein nagendes Gefühl des wieder-einmal-versagt-habens zu befürchten.

Sie vielleicht schon. Ja Sie mit Ihren jährlichen Versprechungen!

Und das mit dem Sport, das kann man sogar auf engsten Raum machen, wie das Foto unten von Schecki zeigt.

Aber wie gesagt, ich hatte mir ja keine Vorsätze für das Jahr 2016 gesteckt....

Ein von @gourmetkater gepostetes Foto am

Sonntag, 3. Januar 2016

Frohes neues Jahr 2016!

Ich wünsche allen Lesern ein tolles Jahr 2016!

Na, lieber Leser, haben Sie den Start in das Jahr 2016 auch gut verkraftet???

Ist der Kater im Kopf gewichen, auch wenn es einen Hangover gab? Sind alle Finger und sonstigen Körperteile noch dran? Wissen Sie noch, wo Sie waren und was Sie gemacht haben?



Ist der Rausch ausgeschlafen und das Katerfrühstück erst einmal verdaut, dann ist einem das eh alles egal.

Aber Leute, war das ein Geballer in der letzten Nacht des Jahres 2015! Das ging ja bei Euch Menschen schon am Nachmittag des Silvester-Tages los und endete erst am späten Neujahrsmorgen! Sperrfeuer ohne Ende! Keine Pausen!
Da soll keiner kommen und behaupten, die Leute hätten kein Geld! Ich sage ja nichts gegen ein paar Raketen. Aber dieses unendliche Geknalle!? Vereinzelt sogar noch am 2. Januar???!!!

Ich will nicht wissen, was in den Notaufnahmen wieder los war. Und wie viele Häuser in Deutschland dem Raketen-Beschuß zum Opfer gefallen sind.

Und erst Tiere! Wir armen Tiere, wo das Ohr noch gut hören kann! Anders als bei Euch Menschen. Da werden mit Böllern Kinder schon zu Enten-Schrecks und Biber-Mördern! Ein kleines Biber-Mädchen! Aber sagt da jemand etwas???

Vor Flüchtlingsheimen sollte man nicht böllern, wurde zuvor gesagt. Das könnte die an den Krieg erinnern.
Das Böllern von denen verbieten lassen?! Von Ausländern?!

Ja warum denn nicht?!

Also die Oma von meinen Leuten, die mochte diese Silvester-Ballerei auch überhaupt nicht. Besonders schlimm fand sie diese Heuler von Raketen.
Und das lag nicht daran, daß sie in einem Fachwerk-Haus lebte, wenn sie an diesen Abenden mit Papieren, Sparbuch und gepackten Taschen das Silvester-Inferno über sich ergehen lassen hat. Nein, sie hat mir einmal den Grund ihrer Angst vor dem Lärm zu Silverster erzäht: Es war nicht nur die Angst, dieses Haus durch Raketenfeuer zu verlieren. Ihre Heimat. Ihre neue Heimat.
Nein, dieses Geballere brachte bei Ihr in jedem Jahr wieder die Erinnerungen an den Krieg und die Flucht 1945 hoch. Die Flucht allein mit zwei kleinen Kindern, der Front im Nacken und den Tieffliegern über dem Kopf. Ohne den Mann, der ja im Krieg war. Die ständige Angst, auf der Flucht erschossen zu werden. Ohne zu wissen, was das Morgen bringen würde.
Dort, wo sie laut Vertriebenen-Behörden hin sollte, in die Heimat der Vorfahren in Schwaben, ist sie nie angekommen. Irgendwann war die Puste in Mitteldeutschland aus. Mit ihren Kindern.
Und diese schlimmen Erinnerungen kamen bei ihr jedes Mal wieder hoch. Jedes Jahr zu Silvester.
Darauf hätte sie gern verzichtet.

Aber das juckt Euch Knallköpfe ja eh nicht. Auch nicht der Giftmüll, den Ihr zu Silvester in die Luft blast. Oder die parkenden Autos am Straßenrand - alles Kollateral-Schäden. Ist doch nur Fun, diese Raketen- und Böller-Schlacht.

Ach und der Müll, der heute immer noch auf den Straßen liegt, diese ausgebrannten Raketen-Batterien und Böller-Leichen?
Wer macht den Dreck eigentlich weg?

Ja, liebe Knallköppe. Ich will Euch das Geballere ja nicht verbieten. Aber gerade hier sollte man auch zeigen, welche Art von Kinderstube man genossen hat. Auch wenn es Silvester ist.



Dienstag, 15. Dezember 2015

Bad Bibra & Freyburg - eine Nachlese

Das waren es nun, meine Weihnachtsmärkte! Ende und aus für 2015! Ich muß Ihnen sagen, daß so ein Weihnachtsmarkt ein hartes Geschäft ist. So von früh bis zum Abend im Freien arbeiten. Und wenn dann endlich der Feierabend kommt - oder besser die Feiernacht - dann muß man sich auf so einem Weihnachtsmarkt noch mühsam einen Weg durch die Glühweintrinker bahnen, die sich lieber über den Haufen karren lassen als auch nur einen Zentimeter zu weichen. Und wenn ich immer dieses Gejammere im Fernsehen sehe, der Glühwein in Halle (Saale) oder Magdeburg sei so teuer! Mensch, Ihr jammert auch bei 1,50 Euro oder wenn Ihr den geschenkt bekommen würdet! Und: Wenn der Glühwein etwas teurer wird, dann wird weniger gesoffen. Polizei und Rettungsdienste werden dies dankend annehmen.

Aber egal. Die Saison ist für mich nun vorbei. Jetzt kann ich mich langsam auch auf Weihnachten einstimmen. Und dafür war das letzte Wochenende gar nicht so schlecht! Denn wo ich sonst auf den Weihnachtsmärkten nur viel Lärm ertragen muß, waren die Märkte in diesem Jahr richtig angenehm. Gut, Leuna hatte die Bühne manchmal auch ein wenig zu laut eingestellt. Aber sonst hatte ich in diesem Jahr angenehme Atmosphäre auf den Märkten!

Und so muß ich sagen, es gibt sie noch, die geheimen schönen Märkte zur Weihnacht! Mit allen ihren tollen handgemachten Dingen kleinster Unternehmen! Dort, wo man das Herzblut noch in den Mützen, Delikatessen, Keramik, Schmuck und was auch immer spürt, wenn man diese schönen Dinge kauft!

Und so beendete ich am letzen Wochenende mein Gastspiel auf den Weihnachtsmärkten noch einmal mit voller Freude.

Am Samstag war ich mit dem Stand in Bad Bibra, der wundervollen verwinkelten Stadt in der Finne. Das ist in Sachsen-Anhalt, falls sich jemand nicht so auskennt.
Dieser Markt war auf drei Plätzen. Ein kleiner Teil als Handwerkerhof, der Hauptteil an der Bühne (aber auch hier waren die guten Waren in der Überzahl) und dann noch der Platz an der Kirche, wo auch ich mein Lager aufschlug. Dazu kam noch ein Raum in der Tourist-Information.
Garniert wurde dieser Markt vom größten Märchenumzug Deutschlands. Den konnte ich mir aber nicht anschauen, weil ich ja meinen Marktstand hatte. Denn wie gesagt: Weihnachtsmarkt ist harte Arbeit und kein Vergnügen.
Zum Schluß gab es in Bad Bibra noch ein großes Feuerwerk! Bilder vom Weihnachtsmarkt in Bad Bibra gibt es in meinem Video:


Am Sonntag war ich dann in der Winzervereinigung Freyburg zum Weihnachtsmarkt eingeladen. Denn genau vor der Wein-Galerie hatte sich die Winzervereinigung mit nagelneuen Hütten schön gemacht. Und auch hier war das Motto Klasse statt Masse! Gut so, denn etwas anderes hätte ich auch im Umfeld bester Weine von Saale und Unstrut nicht erwartet!

Hütte Weihnachtsmarkt Freyburg
Weihnachtsmarkt Winzervereinigung Freyburg - meine Hütte

Und so hatte ich eine schöne Hütte, die so neu war, daß man noch den Tischler darin spürte!
Leider war mein kleiner Transporter nach diesem Markt nicht viel leichter geworden. Aber wie Spediteure immer sagen: Keine Leerfahrten! Gut, da mußte ich eben das Gewicht wieder mit Weinflaschen auffüllen. Denn wer in der Weingalerie nichts findet, ist ein Biertrinker!
So bin ich auf solche Reben gespannt, die sich Andre oder Hölder nennen. Denn ich mag alte Weinsorten, habe ich doch in meinem Garten je einen Stock Roter Aderstedter und Bernburger Blauer stehen.

Und bevor ich mir diese Flaschen aus Freyburg munden lasse, da möchte ich allen Veranstaltern und Kunden in Leuna, Roßla, Bad Bibra und Freyburg für diese tollen Weihnachtsmärkte danken! 

Und der Hochschule Anhalt in Bernburg kann ich nur sagen: Ja, es gibt wirklich auch noch andere und gute Weihnachtsmärkte! Auch aus Händler-Sicht!


Mittwoch, 9. Dezember 2015

Klosterweihnacht in Bernburg fällt aus!

Jedenfalls für mich.

Und allen, die mich immer noch fragen, ob ich mit meinem selbstgemachten Glühwein Schwarzer Kater wieder bei der Klosterweihnacht in Bernburg dabei bin, muß ich sagen:

Nein, es gibt im Jahr 2015 keinen Schwarzen Kater in der Klosterweihnacht im Bernburger Kloster! Das fällt aus!

Warum eigentlich?

Weil die Leute von der Hochschule Anhalt - die den Markt organisieren - offenbar kein Interesse an regionalen kleinen Direktvermarktern haben, die sich für Sachsen-Anhalt engagieren. Weil wer sich engagiert, könnte vielleicht in den Köpfen der Leute etwas ändern! Und das ist in Sachsen-Anhalt nicht gewünscht!

Ich muß da ein wenig weiter zurück gehen....

Ich stehe schon mit meinem Stand wohl 15 Jahre auf dem Historischen Erntefest in Bernburg-Strenzfeld und auf der Klosterweihnacht in Bernburg. Mit meinem kleinen Stand mit den Produkten aus meiner eigener Früchte und Kräuter Ernte (aus Bernburg!) und Verarbeitung. Kurze Wege, alles Handgemacht, Taste of Bernburg sozusagen!

Das ging immer ganz gut und irgendwie habe ich festgestellt, daß im Laufe der Jahre sich die hochwertigen DIY-Stände verabschiedeten und immer mehr Freßbuden und Ständen mit billiger Industrie-Ware gewichen sind. Wenn das wenigstens Streetfood sein würde! Hätte ja zu den Studenten und zum Lehrstoff gepaßt. Aber nein, nur Fabrik-Futter.
Mit wachsender Größe des sogenannten Bauern- und Handwerkermarktes litt die Qualität enorm. das Publikum verschlechterte sich folgerichtig auch. Es zählt nur noch billig fressen und saufen. Eingekauft wird nicht an den Ständen. Höchstens mit fettigen Fingern die Ware begrabscht.
Meine Stammkunden haben mir offen in mein Gesicht gesagt, diese Märkte sind nicht mehr schön. Weil nur noch Krach.

Aber egal, dachte ich mir, es ist Heimat.

Dann passierte zum Erntefest 2014 folgendes: Die Standgebühr hat sich enorm erhöht.
(Ja richtig, liebe naive Kundschaft, die immer noch glaubt, man steht auf einem Markt völlig ohne Standgebühr. Man zahlt, und das nicht zu knapp.)
Aber offenbar nur für mich. Meinen 3x3-Meter-Stand mit Holz-Schirm und 3 Maler-Tischen.
Denn alle befreundeten Stände, die ich befragte, zahlten deutlich weniger. Egal wie groß. Auch Fleischer-Wagen.
Zähneknirschend kam man mir dann entgegen im Preis.
Und als ich auf den Festplatz zum Markt kam, sah ich als erstes das große Logo von McDonalds! Wenn das man nicht regional und bäuerlich ist!

Dann in diesem Jahr, Erntefest 2015: Dieses Mal wollte die Hochschule Anhalt clever sein und hatte auf der Rechnung (Am Rande bemerkt - das sind auch keine richtigen Rechnungen, liebe Hochschule!) plötzlich den Posten mit fast 30,00 Euro für Strom und Müll eingetragen. Ich produziere mit meinem kleinen Marmeladen-Stand aber auf dem Erntefest weder Müll noch verbrauche ich Strom.
Ich habe erst einmal abgewartet. Ein befreundeter Betrieb sagte mir, er hat diesen Posten nicht auf der Rechnung. Da war ich erst einmal satt und habe meine Teilnahme endgültig abgesagt.
Ein Kollege sagte mir, es könnten 10 weitere kleine Stände gefehlt haben. Gut gemacht! Wieder kleine Stände verdrängt. War bestimmt mehr Platz für Freßbuden und Bierstände.

Ich muß aber sagen, daß ich zur Klosterweihnacht 2015 sogar bereit gewesen wäre, höhere Gebühren zu zahlen!

Aber...

... auch auf Anfragen von mir wurde nicht reagiert. Die Hochschule Anhalt, zu feige oder zu hochnäsig, mir zu antworten.

Ich habe lange auf eine Reaktion gewartet.

Nun bin ich beleidigt und bin mir sicher: Ich werde nie wieder ein Projekt gemeinsam mit der Hochschule Anhalt machen! Egal ob Markt oder etwas anderes. So geht man nicht mit langjährigen Partnern um! Und deshalb bin ich so sauer! An ein Mißgeschick, verlorene Post oder so glaube ich inzwischen nicht mehr.
Und ich sage ihnen, ich kann so etwas von nachtragend sein!

Mir keimt bei der Hochschule Anhalt folgender Eindruck:
Da gibt man sich als regional und bäuerlich und ist im Endeffekt doch in der Hand der Konzerne. Denn was hat McDonalds auf einem Bauernmarkt zu suchen? Und diese vielen EDEKA-Schilder? Was sollen da die Ökotrophologen im Studium lernen?! Zubereitung von Tüten-Suppen?Qualität ist egal. Es zählt die Masse, mit der man sich rühmen kann!
Das ist nicht mehr zeitgemäß, in den Tagen von DIY, Streetfood und Veggie-Freunden.

Jetzt muß ich sagen, mir ist die Klosterweihnacht inzwischen egal. Denn es gab einige Veranstalter, die mich regelrecht haben wollten! Ich mußte mich dann endlich entscheiden, um diese nicht zu verprellen.

Deshalb an dieser Stelle vielen Dank an die Verwaltungsgemeinschaft Finne mit dem Tourismus-Büro! Denn für mich war dort bis zur letzten Minute ein Stand auf dem Handwerkerhof zum Weihnachtsmarkt in Bad Bibra am 12. Dezember reserviert! Hier gibt es den größten Märchenumzug in Deutschland, der aus Funk und Fernehen bekannt ist!
Auch danke ich der Winzervereinigung in Freyburg (Unstrut), die mir auch einen Stand in Reserve gehalten hat für ihren Weihnachtsmarkt am 13. Dezember.
Diese beiden Veranstalter zeigen, daß es eben doch noch ein Interesse an kleinen Ständen mit handgemachter Ware in Sachsen-Anhalt gibt! Wo Qualität wichtiger als Massenware ist!

Und da sollen doch die Dinosaurier, die sich in die Hand der Großkonzerne begeben haben, zusehen, wo sie mit ihren Märkten bleiben. Denn andere Leute machen auch schöne Märkte. Und dies vielleicht noch viel besser!